Bindung

7.9.2017: Wir forschen. Wie binden sich Mensch und Tier? Was können wir dafür tun, dass es gelingt?

Mit unseren Katzen lernen wir wieder genau das, was uns auch unsere lieben Hunde erzählen. Jeden Tag aufs Neue:

Bindung entsteht durch Beschäftigung miteinander. Die Sprache lernen. Vertrauen…

Durch Spielen, Streicheln, Spass haben.

Aber nicht nur:

Josephine beschäftigt sich im Moment am meisten mit unseren Neuankömmlingen. Sie tut all dies, worauf kleine Katzen Lust haben.

Und sie tut auch das, worauf die Kleinen keine Lust haben:

Lockenkatzen im Langhaarmantel müssen, genau wie unsere Hunde, gekämmt werden. Sonst verkletten sie. Sie müssen sich in Maul, Ohren und Augen schauen lassen und sie sich gegebenenfalls reinigen lassen. Sie müssen sich die Krallen schneiden lassen. Sie müssen einfach mal stillhalten.

Und was glaubt Ihr, was Cäthe und Helene dazu sagen? Sie haben null Lust dazu. Genau genommen keinen Bock!!!

Beschweren sich lautstark und versuchen zu flüchten. Im absoluten Notfall, versuchen sie zu kratzen. Richtig fies und gemein.

Aber was sagt Josephine dazu? Sie läßt sie Frustrationen spüren und aushalten. Sie dürfen erst entweichen, wenn sie sich ergeben haben. Zumindest in einem kleinen ruhigen Moment. Erziehung nennt man das, glaube ich. Oh, wie wertvoll!!!

Und was hat das jetzt mit unserer Bindung zu tun?

Cäthe & Helene binden sich überraschend. Überraschend? Naja!!! Sie sind komplett in Josephines Zimmer eingezogen. Freiwillig und ohne, dass sie jemand dazu aufgefordert hätte.

Sie leben mit ihr in intensiver naher Freundschaft. Jeder weiß, was erwartet wird, was er darf, was er kann. Oder ist dabei, es zu lernen.

Hier entsteht gerade wirkliche Nähe, Bindung und Liebe.

Familienalltag

6.9.2017: Inzwischen haben wir uns aneinander gewöhnt. 2x am Tag haben die Damen ihre 5 Minuten Wildheit und gallopieren, sich flippig jagend, den Flur hoch und runter. Die Hunde finden das nicht besonders spannend. Nur das Katzenfutter ist seeehr interessant. Havaneser Elise, die hoffentlich tragend ist, ist eine hervorragende Diebin geworden. Das, was man nicht fressen darf, ist deutlich interessanter, als das eigene… 2 Minuten aus den Augen, aus dem Sinn und alles ist leergeputzt… (Da gibt es leider keine Katzenpolizei)

Lockenmietzen
Helene
Cäthe

Gemeinsamkeit

Cäthe in der Computertasche / Dabeisein ist alles…
Helene mit einem frischen rohen Hühnerflügel

30.8.2017: Das Gemeinschaftsgefühl wächst. Ich merke selbst, wie verbunden ich inzwischen mit den Kleinen bin. Sie fehlen mir, wenn ich nicht Zuhause bin.  Ich bin wahrlich mit all meinen Lieben eine Glucke.

Die Kätzchen mögen nicht allein sein. Sie laufen mit uns und den Hunden durch die Wohnung.

Wir können sie gleichzeitig füttern. Alle sind neugierig interessiert aneinander, nebeneinander.

Hund & Katze & Mensch in Gemeinschaft sind ein Gewinn und profitieren voneinander. Unterschiedliche Spezies in gleicher Aura… Eine Liebe mit verschiedenen Facetten. Spannendes Leben mit Tieren. Ich möchte die Tiefe darin nicht missen. Beziehung bedeutet alles.

Entspannung

Helene. Cäthe & Elise

 

Inzwischen laufen unsere Lockenmietzen schon ziemlich entspannt durch die Wohnung. Dass unsere Hunde ungefährlich für sie sind, haben sie längst begriffen. Insgesamt sind sie unglaublich ruhig.

Josephine sagte schon, dass sie fast langweilig sind. Nicht zu vergleichen mit unseren alten Katzen.

Cäthe und Helene schlafen noch sehr viel ihren Schönheitsschlaf, sind aber auch in wachen Momenten sehr zurückhaltend leise.

Eine wirklich sehr angenehme entspannte Rasse…

Elfenmietzen

…das Vertrauen wächst auf allen Seiten…
Eine Freundin sagte gerade, die beiden sehen aus wie kleine Elfenkatzen.
Vielleicht sind es ja welche?

Helene & Cäthe

Mut

Heute ist ein großer Tag für kleine Katzenschätze:
Cäthe in der Vorhut hat allen Mut gefasst:
Vorbei an all den gefährlichen Hunden, rein in die Wohnung, alles erkunden, alles ausprobieren.
Uiih, ist die Wohnung groß, da kann man toll klettern, rennen und die Hunde tun ja gar nichts. Stinken nur und liegen so rum….
Die Cäthe Selkirk Rex tut ihren Job:
Alleinsein kann sie nicht ertragen. Also hinterher. Alle Menschen werden gestalkt. Und siehe da:
Es tun sich neue Möglichkeiten auf. Auf dem Balkon wird der Glasbaustein entfernt.
Plötzlich kann man vom Balkon wieder in die Wohnung zum GästeWC klettern. Immer im Kreis:
Hui, durch die Katzenklappe ins Klo, dort hinauf, zum Fenster raus, Holztreppe runter, schwupp auf dem Balkon, ins Zimmer rein und zurück. Drehwurm inclusive.
Und Helene?
Cäthe muss es ihr erzählt haben. Die klettert hinterher. Zwar etwas zögerlicher, aber mit Neugierde und Mut.

Vertrauen

Heute haben wir beschlossen, den Katzen zu vertrauen.
Sie wissen besser, wann und wie sie sich öffnen möchten.

Keine Angst mehr, sie könnten sich zu gut verstecken in der Wohnung. Keine Angst mehr, sie beim Lüften zu verlieren. Wir sind doch bestens vorbereitet….
Wir haben uns ins Wohnzimmer gesetzt und ihre Pforte vor der Tür geöffnet. Alle Hunde lagen auf dem Sofa und die Katzen liefen vorsichtig und schüchtern durch das Zimmer. Sie eroberten sich ihren neuen Lebensraum. Schüchtern, aber unendlich neugierig….
Eins ist sicher, allein sein möchten sie nicht!!!